Horizonte 1980 – 1983

Cristina Fessler malt «Landschaften» mit geraden oder leicht bewegten Horizontlinien, weite, breite Räume ohne Baum, Haus, Zaun, Strasse, Erhebung, völlig leer, aber nicht öde. Es sind Kraftfelder, erfüllt von Farbsensationen, die nichts mit atmosphärischem Impressionismus zu tun haben; sie scheinen der Sinnestäuschung, der Fata Morgana näher. Sie malt keine Naturausschnitte, sondern Visionen einer Gegennatur, pulsierende Räume, Situationen, in die der Neubeginn hineingedacht werden kann, «Nullstationen», manchmal kalt, manchmal warm, keinen Schutz bietend, aber auch keine Grenzlinien ausser dem Horizont aufzeigend. Auszug Tages Anzeiger 1981, Peter Killer